Parteiloser Bürgermeister für Riedstadt

 

      

 

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"Der Einkaufsdienst hat den Dienst eingestellt"

 

Das auf dem Neujahrsempfang angekündigte Einkaufstaxi fährt nicht

mehr. Was ursprünglich, von Bürgermeister Kummer, als Einkaufs-

möglichkeit für ältere Menschen gehandelt wurde, entpuppte sich in

der Realität als „Flop“.

 

Der Grundgedanke ältere Menschen mit Lebensmittel versorgen zu

können ist nicht verkehrt, allerdings sollten die dafür notwendigen

Ideen realitätsbezogen sein. Wer ein Einkaufstaxi installieren will,

sollte bedacht haben, dass die Fahrt Geld kostet. Die Renten wurden

nicht mehr angehoben, die Preise steigen und dann sollen die Rentner

noch 5 Euro pro Fahrt bezahlen. Verrückt wer glaubt, dass dies funktioniert.

  

Im Augenblick spielt die CDU mit dem Gedanken einen Bürgerladen zu eröffnen. Die Idee ist nicht schlecht, doch auch hier werden zahlreiche Probleme auftauchen. Wie werden die einheimischen Bäckereien, Metzger, Blumenläden  usw. auf diese Konkurrenz reagieren? Wer trägt die Verantwortung gegenüber der Kommune, dem Gesundheitsamt, der Haftpflicht usw.  Welche Person hält den Kopf hin, wenn zum Beispiel gekühlte Lebensmittel, durch z.B. Unterbrechung in der Kühlungsreihe, mit Salmonellen behaftet sind?

 

Die Idee Bürgerladen oder Übungsladen ist nicht neu. Übungsläden wurden u.a. von Bildungsträgern eingerichtet mit dem Ziel Verkäufer usw. auszubilden. Diese Läden werden zurzeit geschlossen, da diese Läden wesentlich mehr Kosten verursachen, als damit zu verdienen ist. Die erzielten Deckungsbeiträge  reichen kaum für die fixen Kosten aus, von den variablen Kosten ganz zu schweigen.     

 

Andere Wege müssen gesucht werden, vielleicht ist dies ein Ansatz :

 

Im Durchschnitt sitzen 1 – 2  Personen in einem Auto, wenn zum Einkauf gefahren wird. Im Grunde sind also 2 Plätze noch frei in einem Auto, wie wäre es, wenn wir  versuchen diese freie Plätze an ältere Menschen zu vermitteln. Beim gemeinsamen Einkaufen von Jung und Alt, können  Jahrgangs übergreifende  Freundschaften geschlossen werden, Erfahrungen aufgetauscht, Rezepte angeregt werden usw.  Senioren könnten zum Beispiel als Gegenleistung einmal auf die Kinder aufpassen, etwas vorlesen oder einfach nur da sein, damit Vater und Mutter einmal ausgehen könne.  Das Beste daran, es kostet nichts, außer dem Willen  Bekanntschaften schließen  zu wollen. 

 

Michael Kassner

Parteiloser Bürgermeisterkandidat der WIR

 

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          Last Update: 06.05.2005 15:46

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