Parteiloser Bürgermeister für Riedstadt

 

      

 

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Quelle Ried-Echo vom 13.05.2005

 

Morgens ist Familienzeit
Michael Kassner: Der Betriebswirt aus Kastellaun tritt für die WIR zur Bürgermeisterwahl am 22. Mai an

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„Ich spiele ganz gern“, bekennt Michael Kassner (41). Das meint er weniger im Sinne von etwas riskieren – er passt sich damit lediglich seiner Umgebung an. Denn zum Pressegespräch ist er am Wolfskehler Bürgerhaus verabredet, sitzt in der Sonne auf einer Bank am Spielplatz vor dem Kindergarten.

Er sei allerdings ganz froh, dass er mittlerweile einen Sohn habe, räumt der Bürgermeisterkandidat der WIR ein. „Früher, mit meinen Töchtern, musste ich immer mit Puppen spielen.“ Jetzt stünden auch mal Autos oder Indianer auf dem Themenplan. Für den Junior hat er sogar ein halbes Jahr Erziehungsurlaub genommen: „Das war sehr schön – aber auch anstrengend.“ Über Ostern hat er mit der ganzen Familie seinen Spieltrieb ausleben können: Ein paar Tage habe er im Playmobilpark Zirndorf (bei Nürnberg) Urlaub gemacht.

Kassner lebt mit seiner Familie – Ehefrau Muriel, die im Informatikbereich arbeitet, und den Kindern Michelle (12), Monique (9) und Maximilian (5) – in Kastellaun bei Koblenz. 1996 hat die Familie sich ein „Fertigausbauhaus“ zugelegt. „Da habe ich viel selbst drin gemacht, gemeinsam mit meinem Schwiegervater.“ Neben Beruf und Bürgermeisterkandidatur in Riedstadt findet er für solche Arbeiten derzeit aber kaum noch Gelegenheit. „Was an Zeit noch bleibt, gehört der Familie.“ Auch den beiden Hasen, die durch den Haushalt hoppeln. Für die sorgen die beiden Töchter. „So lernen sie, Verantwortung zu übernehmen.“

Familienzeit ist für Kassner meist morgens. Spätestens um sechs klingelt für den Betriebswirt der Wecker. Er holt dann die beiden Mädchen aus den Federn, bringt sie nach dem Frühstück zum Bus, der sie am Gymnasium abliefert, und weckt anschließend den Sohn, der noch in den Kindergarten geht.

Um 11 Uhr beginnt sein Arbeitstag als Ausbilder für Bürokaufleute bei einem überbetrieblichen Bildungsträger. Kassner selbst ist gelernter Bürokaufmann, hat einige Jahre als Verwaltungsangestellter bei einer Finanzbehörde gearbeitet und berufsbegleitend Betriebswirtschaft studiert. Und er hat festgestellt: „Gerade in vielen so genannten höheren Berufen haben die Leute Probleme mit Zahlen, speziell in Sachen Buchungswesen.“

Michael Kassners Hobby ist der Sport. Früher mal war es Karate. „Aber viel lieber spiele ich Fußball.“ Regelmäßig tritt er noch mit der zweiten Mannschaft seines Vereins in der C-Klasse an: „Da bin ich mindestens der zweitbeste Torschütze.“ Manchmal helfe er auch der ersten Mannschaft in der B-Liga aus. Außerdem, betont er, habe er den Übungsleiterschein und die Trainerlizenz B. Daneben läuft er gelegentlich.

Musikalisch ist der Kandidat aber auch: Knapp sieben Jahre lang spielte er im Posaunenchor Trompete. Die Töchter haben diese Begabung geerbt: die ältere spielte bis vor kurzem noch Geige, die jüngere übt eifrig am Keyboard. Und beide Mädels, so der stolze Papa, sind gut im Schach.

Was er nicht mag? „Ich kann zwar ganz gut mal fünfe gerade sein lassen. Aber etwas Neues anfangen und dann gleich wieder zur nächsten Baustelle wechseln, das mag ich nicht. Allerdings sollte man glücklich sein mit dem, was man macht.“

ute
13.5.2005

 

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          Last Update: 14.05.2005 17:16

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