Parteiloser Bürgermeister für Riedstadt

 

      

 

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Quelle Ried-Echo vom 15.03.2005

 

Besorgt wegen Aldi-Umzug
Betriebsbesichtigungen: Michael Kassner, Bürgermeisterkandidat der WIR, besucht Firmen

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RIEDSTADT. Am Wochenende hat der Bürgermeisterkandidat der Riedstädter Freien Wähler (WIR), Michael Kassner, einige Betriebe in der Kommune besucht.

Im Autohaus Büttner lobte er, dass dort zwei Jugendliche im technischen und kaufmännischen Bereich ausgebildet werden – obwohl der Betrieb nur sechs Mitarbeiter insgesamt beschäftigt. „Trotz hoher Kosten, die diese Ausbildung verursacht, etwa Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, die das Unternehmen trägt, ist dies eine Quote, die sich sehen lassen kann“, sagte er.

Firmenchef Heinz Büttner hatte zuvor über das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland und Riedstadt berichtet, das ihm Sorge bereite: Seit vier Jahren sei das Neuwagengeschäft in Deutschland rückläufig. Auch seinen Standort in Goddelau betrachtet Büttner mit Sorge: Wenn Aldi gehe (das ECHO berichtete über den möglichen Umzug nach Wolfskehlen), dann hätten die umliegenden Geschäfte einen schweren Stand. Nicht jeder habe das Geld, einen neuen Standort im Wolfskehler Gewerbegebiet zu gründen, zitiert die WIR das Autohaus.

Auch der benachbarte „Opper’s Getränkeladen“ sieht den möglichen Umzug von Aldi mit Sorge: „Wenn Aldi geht, fehlt die nötige Laufkundschaft für solch kleine Unternehmen wie meins“. Kassner habe sich deshalb bei der Riedstädter Aldi-Marktleiterin nach den Umzugsplänen erkundigt: Es sei noch nichts entschieden, hieß es dort. Die Aldi-Verkaufsfläche im Goddelau sei jedoch nicht mehr ausreichend – und ein angrenzendes Grundstück sei kürzlich anderweitig verkauft worden, habe die Marktleiterin erklärt.

Weitere Besichtigungsstationen des WIR-Kandidaten waren die Reinigungsfirma Partnerteam GmbH in Goddelau und die Firma Alshut in Erfelden. Partnerteam beschäftigt rund 250 Mitarbeiter. Das Aktionsgebiet reicht von Koblenz bis Mannheim. Die Verwaltung mit zehn Mitarbeitern arbeitet in Riedstadt.

Bei Alshut ließ sich Kassner von Inhaber Willi Bohnenkamp über die Leistungsfähigkeit des Ladenbaubetriebes unterrichten. Als patentierte Weltneuheit wird dort auch ein besonderes Schlafsystem hergestellt, das sich Kassner vorführen ließ.

Letzte Station der Besichtigungstour war der Musikverein Erfelden. Dort habe Kassner mit Bürgern über die geplante forensische Klinik diskutiert: „Oberstes Ziel für mich ist es, den Bau der forensischen Klinik mit Hochsicherheitstrakt und Nachsorgeambulanz zur Unterbringung und Rehabilitation psychisch gestörter Straftäter möglichst lange hinauszuzögern oder gar doch noch zu verhindern. Für mich ist der Bürgerentscheid vom Mai 2004 eine Verpflichtung den Bürgern gegenüber“, habe Michael Kassner betont, berichtet die WIR abschließend.

hhh
15.3.2005


 

       

 

                                                                                                                                           zurück

 

 

          Last Update: 15.03.2005 08:29

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