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RIEDSTADT. Am Wochenende hat der Bürgermeisterkandidat
der Riedstädter Freien Wähler (WIR), Michael Kassner,
einige Betriebe in der Kommune besucht.
Im Autohaus Büttner lobte er, dass dort zwei Jugendliche
im technischen und kaufmännischen Bereich ausgebildet
werden – obwohl der Betrieb nur sechs Mitarbeiter
insgesamt beschäftigt. „Trotz hoher Kosten, die diese
Ausbildung verursacht, etwa Lehrgangs- und
Prüfungsgebühren, die das Unternehmen trägt, ist dies
eine Quote, die sich sehen lassen kann“, sagte er.
Firmenchef Heinz Büttner hatte zuvor über das
wirtschaftliche Umfeld in Deutschland und Riedstadt
berichtet, das ihm Sorge bereite: Seit vier Jahren sei
das Neuwagengeschäft in Deutschland rückläufig. Auch
seinen Standort in Goddelau betrachtet Büttner mit
Sorge: Wenn Aldi gehe (das ECHO berichtete über den
möglichen Umzug nach Wolfskehlen), dann hätten die
umliegenden Geschäfte einen schweren Stand. Nicht jeder
habe das Geld, einen neuen Standort im Wolfskehler
Gewerbegebiet zu gründen, zitiert die WIR das Autohaus.
Auch der benachbarte „Opper’s Getränkeladen“ sieht den
möglichen Umzug von Aldi mit Sorge: „Wenn Aldi geht,
fehlt die nötige Laufkundschaft für solch kleine
Unternehmen wie meins“. Kassner habe sich deshalb bei
der Riedstädter Aldi-Marktleiterin nach den Umzugsplänen
erkundigt: Es sei noch nichts entschieden, hieß es dort.
Die Aldi-Verkaufsfläche im Goddelau sei jedoch nicht
mehr ausreichend – und ein angrenzendes Grundstück sei
kürzlich anderweitig verkauft worden, habe die
Marktleiterin erklärt.
Weitere Besichtigungsstationen des WIR-Kandidaten waren
die Reinigungsfirma Partnerteam GmbH in Goddelau und die
Firma Alshut in Erfelden. Partnerteam beschäftigt rund
250 Mitarbeiter. Das Aktionsgebiet reicht von Koblenz
bis Mannheim. Die Verwaltung mit zehn Mitarbeitern
arbeitet in Riedstadt.
Bei Alshut ließ sich Kassner von Inhaber Willi
Bohnenkamp über die Leistungsfähigkeit des
Ladenbaubetriebes unterrichten. Als patentierte
Weltneuheit wird dort auch ein besonderes Schlafsystem
hergestellt, das sich Kassner vorführen ließ.
Letzte Station der Besichtigungstour war der Musikverein
Erfelden. Dort habe Kassner mit Bürgern über die
geplante forensische Klinik diskutiert: „Oberstes Ziel
für mich ist es, den Bau der forensischen Klinik mit
Hochsicherheitstrakt und Nachsorgeambulanz zur
Unterbringung und Rehabilitation psychisch gestörter
Straftäter möglichst lange hinauszuzögern oder gar doch
noch zu verhindern. Für mich ist der Bürgerentscheid vom
Mai 2004 eine Verpflichtung den Bürgern gegenüber“, habe
Michael Kassner betont, berichtet die WIR abschließend.
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