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LEEHEIM. Auf seiner Tour durch Riedstadt, die ihn auch
zu Vereinen führt, machte der Bürgermeisterkandidaten
der WIR Riedstadt, Michael Kassner, am Samstag Station
in Leeheim. Der 41 Jahre alte Kandidat ist Lehrkraft und
Ausbilder und seit 2004 Mitglied der WIR.
Die Stelle eines Bürgermeisterkandidaten sei via
Internet ausgeschrieben worden, erläutert Frank Fischer,
Vorstandsmitglied der WIR. Unter mehreren Kandidaten sei
die Wahl auf Kassner gefallen – vor allem wegen dessen
beruflichen Hintergrunds. Dieser versetze ihn in die
Lage, die finanziell angeschlagene Gemeinde auf den
richtigen Weg zu führen und ihr aus der Misere heraus zu
helfen.
In seinem Heimatort Kastellaun war der
WIR-Bürgermeisterkandidat bisher noch nicht politisch
tätig. Als Vater von drei Kindern möchte er sich nun
aber gerne in Riedstadt engagieren. Einsetzen möchte er
sich für die Schwächsten der Gesellschaft, die Kinder.
Zum Beispiel sieht er beim Erziehungs-, Schul- und
Bildungswesen einiges im Argen. Kinder, so betont er,
sollten schon im Kindergartenalltag besser betreut
werden. Seine Erfahrung im Förderunterricht für
Auszubildende werde ihm in Riedstadt gute Möglichkeiten
bieten, sich einzubringen. Ein etwaiger Umzug nach
Riedstadt sei mit der Familie, die aufgrund der
zentralen Lage auch Vorteile für die Schulwahl der
Kinder sehe, bereits geklärt, sagte Kassner.
Um sich mit den politischen Brennpunkten Riedstadts
auseinander setzen zu können, besucht er seit dem
Riedstädter Neujahrsempfang Vereine, Schulen und andere
kommunale Einrichtungen, um dort Eindrücke zu sammeln.
Auf seiner Tour, auf der er schon viele interessante
Gespräche geführt habe, sei ihm wichtig, etwas über
Schwachstellen zu erfahren und Möglichkeiten zur
Veränderung und Verbesserung zu entwickeln. In der
Tatsache, dass er bisher noch nichts mit Riedstadt zu
tun hatte, sieht Kassner den Vorteil, dass er
unvoreingenommen auf die Bevölkerung und deren Probleme
zugehen könne. Eines sei ihm dabei bereits klar
geworden: „Ein großer Ansatz ist für mich der
Haushaltsplan. Man muss sich die einzelnen Posten
ansehen und sich auf das Wesentliche beschränken“,
betont der Kandidat.
„Wir wollen erst hören, wo der Schuh drückt und danach
sehen, was ein Bürgermeister in einer derartigen
Situation tun kann. Andere stülpen gerne was über. Wir
fragen“, merkte Frank Fischer dazu an. Gabriele Russer
aus Wolfskehlen ergänzt: „Der Haushaltsplan soll nicht
am grünen Tisch zusammengestrichen werden. Der Rundgang
soll zeigen, wo Sinnvolles bewahrt und wo der Haushalt
entlastet werden könnte.“
Michael Kassner bekommt in etwa 14 Tagen eine eigene
Homepage, die mit der WIR verbunden sein wird. Unter
www.michael-kassner.info können Riedstädter Bürger dann
mit dem Kandidaten Kontakt aufnehmen. |